Frau geht spazieren

Wie Ihr die Scheu vor der Kamera verliert

Meine besten Tipps für scheue Paare

Vor kurzem erreichte mich eine Karte von einem Paar, welches ich fotografiert und die Fotos ein paar Tage zuvor ausgeliefert hatte. Die beiden haben folgendes geschrieben:

 

"Tausend Dank für die wunderschönen Fotos!

Wir sind total happy mit dem Ergebnis.

Du hast das Shooting so unkompliziert und einfach gestaltet,

dass jede Aufregung verflogen ist und wir uns wohl gefühlt haben.

Das zeigen auch die Bilder."

 

Zunächst freue ich mich natürlich immer MEEEEGAAA über diese sweet words, weil ich dann einfach weiß, dass nicht nur die Fotos schön geworden sind sondern auch, dass das Paar die Zeit mit mir als angenehm empfunden hat und eine positive Erinnerung mit dem Shooting verbindet - kein Krampf oder umständliche Posen.

Natürlich könntet Ihr jetzt sagen: Klar Denise, kann ja jeder erzählen :-) Deshalb möchte ich Euch ein paar Tipps an die Hand geben, die Euch die Scheu vor einem Shooting nehmen können. Ich weiß aus erster Hand, dass gerade die Herren der Schöpfung nicht so die große Lust an einem Paarshooting haben und das ein oder andere Mal nur deshalb mitmachen, weil sie ihrer Freundin einen Gefallen tun wollen.

Das muss aber nicht sein. Und bisher haben mir alle männlichen Kunden nach dem Shooting bescheinigt, dass es voll easy war und sie sich das schlimmer vorgestellt hatten :-D Na also, geht doch!

 

1. DER RICHTIGE FOTOGRAF

Natürlich ist es für eine Hochzeit unerlässlich, dass das Brautpaar den Fotografen/die Fotografin kennen lernt, bevor der Auftrag für die gesamte Hochzeitsreportage erteilt wird und man einen ganzen Tag - und zwar den wichtigsten Tag im Leben - mit diesem Fotografen verbringen möchte. Warum gönnen sich jedoch viele Paare diesen "Luxus" nicht auch für ein normales Shooting? Dies gilt natürlich gleichermaßen für Portrait- oder Familienaufnahmen. Schaut Euch die Website der Fotografen etwas genauer an, lest auch mal die Texte, die auf der Homepage des Fotografen zu finden sind. Oftmals geben sie schon Aufschluss darüber, wer der Mensch hinter der Kamera ist. Ihr könnt so zumindest sondieren, ob Ihr in etwa gleich tickt, die Chemie stimmt und Ihr Euch wohl fühlen könntet. Letztendlich gibt Euch ein Telefonat noch mehr Sicherheit. Traut Euch ruhig. Ich freue mich jedenfalls über Euren Anruf!

 

2. DIE RICHTIGE LOCATION

Ich gebe es zu, so wahnsinnig gern stehe ich auch nicht vor der Kamera. Ich weiß, kein gutes Beispiel! Aber ich bin ehrlich. Ich kann mich auf jeden Fall gut in die Lage der Menschen versetzen, die sich nicht gern fotografieren lassen. Deshalb habe ich überlegt, welche Umgebung für eine lockere Atmosphäre sorgen könnte. Ich denke, das cleane Fotostudio mit fest installierten Scheinwerfern gehört sicher nicht dazu. Deshalb fotografiere ich am liebsten draußen - ja, auch im Winter. Dort haben wir Bewegungsfreiheit, Ihr könnt Eure Anspannung beim Laufen, Rumalbern und Rennen raus lassen. Meistens sind meine Kunden nach kurzer Zeit so gelöst, dass sie die Kamera ganz vergessen und eigene Ideen und Wünsche entwickeln, was man als nächstes machen könnte. Und so muss es sein! Familien fotografiere ich sowieso am liebsten in ihrer vertrauten Umgebung. Aber auch Portraits oder ein Paarshooting kann super bei Euch zu Hause statt finden. Lasst Euch doch einfach überraschen. Meistens kenne ich tolle Locations in Eurer Nähe - auch hinsichtlich Licht und Sonnenuntergang. Ihr wünscht Euch einen speziellen Ort? Ich bin offen für Eure Vorschläge und versuche immer umzusetzen, was Ihr Euch wünscht. Das kann auch der Rummelplatz sein, Euer Lieblings-Café oder oder oder.

 

3. DIE RICHTIGE KLEIDUNG

Eigentlich gibt es keine falsche Kleidung. Blöd wäre nur, wenn Ihr Euch verkleidet vorkommt und Euch deshalb unwohl fühlt, Euch nicht frei bewegen könnt oder Angst habt, Eure Klamotten könnten Euch unvorteilhaft aussehen lassen. Ihr müsst weder vorher noch eine Shoppingtour starten (dann würden die Männer gleich streiken!) noch modische Experimente unternehmen. Wir wollen kein Fashionshooting machen sondern Euch und Eure Gefühle zueinander darstellen. Toll sind immer Basics: Jeans, Beige, Weiß, Pastelltöne... Gerne berate ich Euch vor dem Shooting nochmal individuell - auch je nach Jahreszeit und Temperatur. Handtaschen oder andere Accessoires, die in der Hand getragen werden müssen, lasst Ihr bitte zu Hause. Die Hände braucht Ihr doch für Euren Partner ;-)

 

4. NEHMT EUCH ZEIT

Termindruck führt IMMER zu Stress, egal nun, ob Ihr vor dem Shooting noch sehr viel zu tun oder direkt danach noch eine mega lange To-Do-Liste habt. Beides ist nicht zu empfehlen. Plant großzügig Zeit für die Vorbereitungen ein, macht Euch hübsch, bleibt entspannt. Man wird es auf den Fotos sehen, ob Ihr abgehetzt oder locker flockig zum Shooting erschienen seid. Ideal ist es, wenn Euch auch danach kein Termin im Nacken sitzt. Wie wäre es, wenn Ihr Euch einen halben oder sogar einen ganzen Tag nur für das Shooting einplant?! Macht ein echtes Paar-/Familienevent draus. Eventuell könnt Ihr danach noch schön Essen gehen oder so etwas in der Art. So ein Shooting macht man nicht alle Tage. Warum soll es also nicht zelebriert werden? 

 

5. DAS POSING

... gibt es bei mir nicht. Punkt. Aber keine Angst, ich sage Euch trotzdem, was Ihr machen könnt, damit wundervoll natürliche Bilder entstehen.

 

6. SEI DU SELBST

Im Prinzip ist es das Gleiche wie mit der Kleidung: Versucht nicht, Euch für das Shooting in irgendeiner Weise zu verstellen oder etwas zu tun, was Ihr sonst nie tut. Ihr werdet Euch sonst leider auf den Fotos nicht gefallen, weil es Euch selbst auffällt, wie gekünstelt alles wirkt. Ihr dürft aus vollem Hals lachen, wenn Euch danach ist. Ihr dürft weinen, wenn Euch danach ist. Und hier kommen wir schon zu Punkt Nummer

 

7. VERTRAUT MIR UND SEID EHRLICH

Authentisch zu sein bedeutet natürlich auch, sich mir gegenüber etwas zu öffnen, mir zu vertrauen, mich ein wenig an Euch heran zu lassen. Manchmal möchte ich Euch mit der Kamera etwas näher kommen und auch zwischen Euch könnte es kuschliger werden. Jedes Paar ist anders und die einen knutschen, was das Zeug hält. Diese Paare muss ich manchmal bremsen :-) Anderen Paaren sind derartige Vertrautheiten vor der Kamera absolut unangenehm und sie möchten sich nicht so zeigen. Das ist in Ordnung und Ihr dürft, nein Ihr MÜSST mir das sogar sagen! Es gibt aber auch für schüchterne Paare so viele andere Möglichkeiten, Euch liebevoll in Szene zu setzen.

 

8. DENKT NICHT SO VIEL DRÜBER NACH

Letztendlich ist es ein Fotoshooting und nicht die Fahrprüfung, ein Vorstellungsgespräch oder sonst etwas, was jedem Menschen Bauchweh bereiten würde. Nehmt es locker, seid fröhlich und entspannt. Wenn wir länger brauchen, bis Ihr auftaut, ist es eben so. Ich werde Euch auf jeden Fall helfen und nicht nur ein Programm abspulen. Ich bin für Euch da und nicht Ihr für mich. Ihr könnt schlicht und ergreifend gar nichts falsch machen. Beruhigt Euch das ein wenig?!

Okay, so viel wollte ich eigentlich gar nicht schreiben. Dabei könnte ich noch ewig weiter machen. Aber das erzähle ich Euch einfach dann vor Ort. Jetzt fehlt nur noch eins: Gebt Euch einen Schubs, ruft mich an oder schreibt mir einfach, ob Ihr Lust auf ein Shooting habt und wie ich Euch dabei helfen kann. Diesen ersten Schritt kann ich Euch nicht abnehmen :-)

 

Ich freue mich garantiert auf JEDE NACHRICHT!

Herzlichst, Eure Denise

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